Nordic Walking Ausbildung

Das Interesse an der Sportart Nordic Walking ist im Freizeitsport ungebrochen groß. Seit einiger Zeit wächst auch die Gruppe der leistungsorientierten Walker stetig und der Markt erfordert eine konstant hohe Zahl an qualifizierten Personen mit einer Nordic Walking Ausbildung, welche die unterschiedlichen Anforderungen bedienen können.

Was kann man mit einer Nordic Walking Ausbildung machen?

In den letzten Jahren durften wir eine große Zahl an Nordic Walking Trainern auf Ihrem Weg durch die Ausbildungen begleiten und haben auch die Zeit danach mit ihnen gemeinsam verfolgt. Dabei ist uns aufgefallen, dass in kaum einer anderen Sportart die Breite der unterschiedlichen Hintergründe größer ist, als bei Nordic Walking Trainern. Die unterschiedlichen Handlungsfelder der Teilnehmer definieren dadurch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten einer Nordic Walking Ausbildung.

Zu den typischen Teilnehmern und Einsatzfeldern einer Nordic Walking Ausbildung gehören überwiegend:

  • Therapeuten, welche die Nordic Walking Ausbildung im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeiten einsetzen, wie z.B. Physiotherapeuten und Ergotherapeuten.
  • Interessierte Privatpersonen und Hobbysportler, welche die Sportart Nordic Walking im Detail kennen lernen möchten. Ein häufiges Zitat in diesem Zusammenhang ist: „Ich schaue mir das erstmal an, dann werden wir schon sehen.“ Daraus sind dann schon häufig sehr interessante Projekte entstanden.
    Viele Privatpersonen streben eine Nordic Walking Lizenz an, da sie eine persönliche Geschichte zu erzählen haben, wie z.B. eine überstandene Krankheit oder eine sehr große Gewichtszunahme, welche die Person zum Nordic Walking geführt hat und sie letztlich motivierte, einen Trainerschein zu machen, um damit anderen wiederum die Vorzüge der Sportart näher zu bringen.
  • Fitness- und Personaltrainer, die Nordic Walking ebenfalls im Rahmen Ihrer Arbeit einsetzen können. Viele Personal Trainer berichten uns davon, dass Sie im Outdoor-Bereich vor allem mit Nordic Walking sehr viele Personen erreichen können.
  • Ärzte, die Ihre Beratungskompetenz im Sportbereich verbessern möchten. Eine gewisse Zahl an Ärzten setzt die Bewegungsempfehlungen auch selbstständig mit den PatientInnen um.
  • Berufliche Quereinsteiger aus gänzlich anderen Themenbereichen, welche im zweiten Bildungsweg eine Karriere in Sport- und Gesundheit anstreben und diese mit einer Nordic Walking Lizenz bereichern möchten. Beispiele in der Vergangenheit waren z.B. Treasury-Manager aus dem Bankenwesen, Veterinärmediziner, Marketingmitarbeiter, Handelsangestellte, Mitarbeiter aus der Textilindustrie, und viele weitere mehr.
  • Trainer in Vereinen gehören ebenfalls zu den häufigsten Teilnehmern an den Ausbildungen, da ein Nordic Walking Kurs in beinahe jedem Breitensportverein einen Platz hat.
  • Sportwissenschafter können mit der entsprechenden Trainerausbildung ihr Portfolio in der Selbständigkeit erweitern und potentiellen Arbeitgebern mit dieser Zusatzqualifikation eine relevante Kompetenz nachweisen.
  • Gesundheitsmanager, bzw. Absolventen von Studien und Weiterbildungen aus diesem Segment können mit einer Nordic Walking Lizenz ihre Praxiskompetenz im angewandten Bewegungsbereich unterstreichen.
  • Heilpraktiker, zur Erweiterung ihres Portfolios
  • Studierende aus gesundheitsorientierten Fachrichtungen
  • Psychologen und Psychotherapeuten, bzw. Personen aus „artverwandten“ Berufen, welche einen Teil ihres Beratungsgesprächs im Rahmen von Nordic Walking Einheiten durchführen möchten.
  • Krankenpfleger, für ergänzende Programme zu den bisher üblichen Behandlungsmethoden.

Was sind die typischen Inhalte einer Nordic Walking Trainerausbildung?

Eine Nordic Walking Ausbildung sollte sich inhaltlich an die späteren Anforderungen richten, welche einem Trainer im Praxisalltag begegnen. Aus der Erfahrung mit Teilnehmern von Einsteigerkursen lassen sich die wichtigsten Themen sehr gut ablesen.

Zu den wesentlichen Inhalten einer Nordic Walking Ausbildung gehören:

  • spezielle Methodik des Nordic Walking
  • sportmethodische und -didaktische Grundlagen der Sportart
  • Verbesserung der Eigentechnik inkl. Videoanalyse
  • Kenntnisse über Ausschlussgründe und Sicherheitsgrundsätze im Anleiten von Nordic Walking Kursen
  • Übungsportfolio für Mobilisation, Kräftigung, Dehnen
  • organisatorische Aspekte von Nordic Walking Kursen
  • trainingswissenschaftliche Aspekte des Nordic Walking
  • sportbiologische Grundlagen

Welche Arten von Nordic Walking Trainer-Ausbildungen gibt es?

Das Ausbildungswesen ist im Sport – wie in einigen anderen Branchen auch – derzeit nur zum Teil reglementiert. Aus diesem Grund finden Sie unterschiedliche Ausbildungswege und Ausbildungsanbieter auf dem Markt. Mit der Unterschiedlichkeit der Anbieter gehen auch verschiedene Bezeichnungen für die absolvierten Ausbildungen einher.

Sehr häufig zu finden sind die folgenden Bezeichnungen:

  • Nordic Walking (Basic) Instructor
  • Nordic Walking Übungsleiter
  • Nordic Walking (C)-Trainer
  • Nordic Walking Coach
  • Nordic Walking Guide
  • Nordic Walking Kursleiter

In seltenen Fällen trägt der Ausbildungstitel auch noch den Zusatz „zertifiziert“, „lizenziert“ oder „geprüft“.

All diese Bezeichnungen und Zusätze obliegen im Wesentlichen der jeweiligen Institution und haben keine Aussage über das Niveau des Lehrgangs. Ein häufig angestellter aber unzulässiger Vergleich ist „Trainer vs Instructor“. Durch die Unterschiedlichkeit der Anbieter und der Curricula ist dieser Vergleich nicht sinnvoll. Ein Nordic Walking Trainer ist keineswegs eine höhenwertigere Qualifikation als ein Instructor. Auch wenn die Bezeichnungen Nordic Walking Coach und Nordic Walking Guide häufig für die niedrigsten Stufen der Anbieterprogramme gewählt werden, heißt es auch hier nicht automatisch, dass der direkte Vergleich sinnvoll ist. Die Bezugsgrundlage für einen Vergleich sollte also immer das jeweilige Curriculum des Anbieters sein.

Auch regionale Unterschiede sind häufig. So ist in Österreich der Titel Übungsleiter häufiger anzutreffen als in Deutschland. Bei den Bezeichnungen Coach und Guide erkennen wir einen leichten Rückgang im deutschsprachigen Raum. Die Bezeichnungen (Basic) Instructor und Trainer sind hingegen weitestgehend stabil. Dabei handelt es sich jedoch nur um subjektive Erfahrungswerte aus der Branche.

Dieses Phänomen betrifft eine große Zahl an Branchen, wie z.B. Trainer- / Berater- / Coachingausbildungen in der Wirtschaft, Weiterbildungen im Bereich Marketing, wie hier z.B. die Bezeichnung „Online Marketing Manager“ und viele mehr.

Das Ausbildungsmodell der Nordicfit Academy

B

Nordic Walking Basic Instructor

Die erste Stufe in der Nordic Walking Trainerausbildung.

I

Nordic Walking Instructor

Die Aufbaustufe als Nordic Walking Trainer.

K

Nordic Walking Kombi

Basic Instructor & Instructor im Vorteilspaket

Wo kann ich eine Nordic Walking Lizenz erwerben?

Ausbildungen zum Nordic Walking Trainer finden Sie in folgenden Städten in Deutschland und Österreich:

Berlin | Hamburg | Frankfurt | Düsseldorf | Stuttgart | München | Wien | Graz | Mondsee (bei Salzburg)

Wie finde ich die richtige Ausbildung für mich?

Wir haben hier ein paar Orientierungsfragen für Sie zusammengestellt, die Sie beim Finden der für Sie richtigen Nordic Walking Ausbildung unterstützen sollen.

  • Welche Inhalte umfasst das Seminar?
  • Überlegen Sie kurz für sich selbst, welche Inhalte Sie wohl später in der Praxis als Kursleiter benötigen werden. Der gesunde Hausverstand kommt hier bereits erstaunlich weit. Finden sich diese Themen im Ablauf der Ausbildung wieder? Wie oben beschrieben, sind die unterschiedlichen Bezeichnungen der Ausbildungen von Coach bis Guide nicht direkt miteinander zu vergleichen. Vergleichen Sie also am besten die Kursinhalte miteinander und nicht den Titel, welcher dann am Zertifikat steht.

  • Was passiert nach dem Seminar?
  • Gibt es irgendeine Form der weiterführenden Unterstützung für Sie, wie z.B. eine Community, zusätzliche Unterlagen, usw.?

  • Wer sind Ihre Referenten?
  • Der Erfolg der Weiterbildung hängt entscheidend von der jeweiligen Person ab, die diese Weiterbildung anleitet. Handelt es sich um Gelegenheits-Vortragende, die 2-3 vergleichbare Seminare pro Jahr durchführen oder um routinierte Experten mit viel Erfahrung in der jeweiligen Sportart?

  • Welche Expertise hat das Unternehmen zu den jeweiligen Themen aufgebaut?
  • Welchen Eindruck haben Sie, wenn Sie die publizierten Inhalte auf der Website lesen? Ist Ihre Weiterbildung ein Programmpunkt unter vielen oder das zentrale Thema, um das sich das ganze Unternehmen dreht?

  • Ist das Unternehmen im 21. Jahrhundert angekommen?
  • Wie ist Ihr Eindruck über die Zeitgemäßheit des Anbieters? Wenn Sie Ihr Zertifikat irgendwo erwähnen oder herzeigen, dann schwingt automatisch auch das Image des Anbieters mit.

  • Müssen Sie sich zur Auffrischung Ihrer Zertifikate verpflichten?
  • Das ist ein aus früheren Jahren verbliebener Usus, um Teilnehmer an die Ausbildungsanbieter zu binden. Mittlerweile ist es bei Sportausbildungen unüblich geworden, per Zwang die Weiterbildung zu forcieren. Sie sollten selbst entscheiden können, über welche Themen, zu welchem Zeitpunkt und bei wem Sie Ihre Weiterbildung in Zukunft absolvieren.

Haben Sie noch weitere Fragen oder möchten Sie mit jemandem persönlich darüber sprechen?

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