Die 5 Finger Feedback-Methode für Trainer

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„Mir hat es gut gefallen“ und „Toll war es“ sind angenehme Worte und jeder hört sie gerne. Auf Dauer aber ein wenig eindimensional und für eine sinnvolle Verbesserung der Einheiten sicher zu wenig.

Wenn Sie am Ende einer Einheit das Feedback der Teilnehmer abfragen und dabei mehr als „toll“ oder das Schweigen im Wald einzelner Teilnehmer bekommen möchten, dann versuchen Sie das nächste Mal einfach die Fünf-Finger-Methode. Das ist eine praktikable Methode für ein Abschluss- oder Zwischenfeedback im Feld, die mehr Dimensionen abfragt und den Teilnehmer so einiges an Informationen entlockt. Wir verwenden diese Methode in unseren Lauftrainer Ausbildungen auch mehrmals am Tag, um Feedback zu einzelnen Modulen zu erhalten.

Zeigen Sie Ihren Teilnehmern das nächste Mal Ihre flache Hand mit abgespreizten Fingern. Weisen Sie jedem Finger eine Feedback-Dimension zu.

Der nach oben gestreckte Daumen bedeutet: „Das hat mir besonders gut gefallen!“
Diese Geste ist gesellschaftlich sehr gebräuchlich und öffnet gleich eine Türe für die Teilnehmer. Die meisten Teilnehmer finden hierzu ein paar Worte und es fällt ihnen dann leichter auch noch mehr Feedback loszuwerden.

Der Zeigefinger hat eine hinweisende Bedeutung. Damit zeigen wir auf etwas. Die Teilnehmer können jetzt folgendes berichten: „Das ist mir aufgefallen“, „das wollte ich dir noch sagen“, usw.

Der gestreckte Mittelfinger ist uns ebenfalls als gesellschaftlich gebräuchliche Geste bekannt. Was man von den Kursteilnehmern erwartet ist klar: „Das hat mir nicht so gut gefallen“, oder „hier könntest du noch nachbessern“.

Der Ringfinger ist etwas erklärungsbedürftig. Hier stecken wir unsere Eheringe dran (zumindest in unseren kulturellen Breiten). Wir zeigen also die Verbindung zu jemandem an. Die Teilnehmer können jetzt angeben, womit sie die Inhalte des Kurses verbinden, wozu sie das Gelernte nutzen können, wie sie die neuen Inhalte später selbst umsetzen wollen.

Es bleibt noch der kleine Finger übrig. Der ist ziemlich kurz. Darum wollen wir nun von den Teilnehmern wissen, wovon Sie zu wenig bekommen haben im Kurs, von welchen Inhalten  Sie das nächste Mal gerne mehr hören möchten.

Auf diese Art haben Sie fünf verschiedene Dimensionen abfragen können. Die Teilnehmer fühlen sich wertgeschätzt und Sie erhalten wichtige Informationen zur Verbesserung Ihrer Kursangebote.

Geben Sie den Leuten ruhig ein wenig Zeit um nachzudenken. Fahren Sie nicht allzu schnell fort, oft kommen wertvolle Hinweise oft erst nach ein paar Gedenk-Sekunden.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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